Das Gütesiegel "SEHZENTRUM"
Das Gütesiegel SEHZENTRUM wird von der WVAO (Wissenschaftlichen Vereinigung für Augenoptik und Optometrie) verliehen. Es ist eine fachwissenschaftliche Auszeichnung, die Konsumenten in Deutschland eine Orientierungshilfe bei der Suche nach einem kompetenten, der Sehqualität verpflichtenden Augenoptiker gibt.
Betriebe, die sich wie Optik Schwarz in Orscholz über die Auszeichnung zum SEHZENTRUM freuen dürfen, müssen streng kontrollierte Qualitätsstandards erfüllen, die jedes Jahr aufs Neue von der WVAO überprüft werden. Nur wer eine umfangreiche Zusatzausbildung für Betriebsinhaber und Mitarbeiter nachweisen kann und darüber hinaus über modernste Sehtest- und Messgeräte verfügt, darf sich SEHZENTRUM nennen.
Alle gemessenen Funktionen des Sehens werden mit dem Kunden ausführlich besprochen, dokumentiert und langzeitarchiviert. Die von uns verwendeten Geräte dienen nicht dem Zweck eine Diagnose zu erstellen, dies ist ausschließlich Sache des Augenarztes.
Sei es bei der Arbeit, beim Autofahren, beim Sport oder beim Betrachten der Natur - die Anforderungen an unser Sehvermögen sind enorm. Wir kennen die möglichen Probleme und haben das Know-how und die Technik, Ihnen Lösungen vorzuschlagen. Der klassische Sehtest liefert auch uns die grundlegenden Daten. Aber damit fängt unsere Beratung erst an.
Um eine einheitliche Vorgehensweise zu gewährleisten, wurden zehn Funktionsprüfungen der Augen und des Sehens definiert. Dabei handelt es sich um die sogenannten "Zehn Diamanten des guten Sehens“. Sie dienen dem Zweck, kritische Veränderungen zu erkennen, um frühzeitig darauf reagieren zu können. Dabei soll die Augenprüfung keinesfalls Ersatz für eine medizinische Untersuchung sein:
Der erste Diamant des guten Sehens: Der Blick aufs Auge
Mit Hilfe eines Hornhautmikroskops betrachten wir die Hornhaut und die angrenzende Bindehaut. Die Hornhaut wird auf optische Transparenz und Auffälligkeit überprüft. Der Zustand der angrenzenden Bindehaut zeigt inwieweit diese gereizt ist. Insbesondere bei der Kontaktlinsenanpassung ist dieser vordere Augenabschnitt ausschlaggebend für die Verträglichkeit der Linsen. Weiterhin beurteilen wir die Qualität und Quantität des Tränenfilms. Im Anschluss zeigen wir Ihnen die bei der Betrachtung erstellte Videoaufzeichnung.Der zweite Diamant des guten Sehens: Der Blick ins Auge
Mittels Mikroskop und Spaltlampe betrachten wir den vorderen Bereich des inneren Auges. Die Regenbogenhaut wird auf eventuell vorhandene Auffälligkeiten hin überprüft, beim Zustand der Augenlinse spielt ihre optische Transparenz eine wichtige Rolle, vorhandene Trübungen halten wir per Video fest. Eine wesentliche Rolle spielt die Größe des Winkels zwischen Regenbogenhaut und Hornhaut - der sogenannte Kammerwinkel. Dieser Wert steht im Zusammenhang mit dem Augeninnendruck und ergänzt diese Messung.Der dritte Diamant des guten Sehens: Die Objektive Messung.
Die objektive Messung der Augenglasstärke gibt einen Anhaltswert für die spätere Augenglasbestimmung. Diese wird heute meist mit einem Messcomputer (Autorefraktometer) vorgenommen und erfolgt berührungslos unter Betrachtung eines Bildes. Sie zeigt an, um welche Art der Fehlsichtigkeit es sich handelt und gibt Aufschluss über die Güte der optischen Medien im Auge.Der vierte Diamant des guten Sehens: Die Hornhautradien.
Die Hornhautradien werden mit einem Keratographen gemessen. Sie zeigen an, welche geometrische Form die Hornhaut hat. Aus diesen Werten lassen sich Rückschlüsse über die Hornhautverkrümmung und eine benötigte optische Korrektur ziehen. Auch decken die Aufnahmen eine nicht regelmäßige Oberfläche der Hornhaut auf. In der Kontaktlinsenanpassung stellt diese Messung der Hornhautform eine wesentliche Grundlage für die Auswahl der Kontaktlinsenform dar. In einem weiteren Arbeitsgang führen wir eine Pupillometrie durch. Dabei handelt es sich um eine, mit einer Camera erfassten Veränderung der Pupillendurchmesser bei unterschiedlichen Helligkeiten.Der fünfte Diamant des guten Sehens: Die Augenglasbestimmung.
Unsere Augenglasbestimmungen haben immer die Ermittlung der bestmöglichen optischen Korrektur eines Sehfehlers zum Ziel. Diese hängt von Einzelbetrachtungen aller gesammelten Messwerte ab. Nur durch eine eingehende Messerhebung in Kombination mit den individuellen Sehanforderungen unserer Kunden, können wir die Brille (Kontaktlinsen) auf die jeweiligen Bedürfnisse abstimmen. Daher sind diese Messungen in dieser speziellen Ausführung nur im „Sehzentrum“ zu haben.Der sechste Diamant des guten Sehens: Die Nahsicht.
Das Nahsehvermögen ist eine wenig beachtete Selbstverständlichkeit unseres Sehapparates. Von der Kindheit an gestattet unser Auge ohne bewusstes Nachdenken, auch aus kurzer Entfernung, klar und kontrastreich zu sehen. Diese Selbstverständlichkeit lernt man erst sehr spät zu schätzen. Denn, erst wenn sich die Nahsehleistung des Auges verändert, vermisst man diese Fähigkeit. Helfen können hierbei nur geeignete Brillen und Kontaktlinsen für die Nahsicht.Der siebte Diamant des guten Sehens: Das Sehen im Raum.
Die Fähigkeit sich im Raum zu orientieren, Entfernungen zu schätzen und zu ermitteln, wird maßgeblich von der guten Zusammenarbeit beider Augen mitbestimmt. Harmonieren die Sehachsen nicht mit der Sehaufgabe, so können Entfernungen nur schwer und die eigene Position im Raum nur bedingt ermittelt werden. Als Folge von gestörtem Stereosehen können motorische Probleme bis hin zu Unwohlsein entstehen (Sehstress). Das Sehen im Raum ist die anspruchvollste Aufgabe unseres Sehen und wird daher bei unseren Augenglasbestimmungen immer beachtet.Der achte Diamant des guten Sehens: Das Farbensehen.
Farben zu erkennen ist eine Aufgabe, die immer wieder zu Unsicherheiten und Diskussionen führt. Jeder Mensch sieht Farben sehr individuell und wir haben als Kind gelernt einen bestimmten Seheindruck im Auge mit einer sprachlichen Farbbezeichnung zu belegen. Ob eine Farbstörung oder eine Farbblindheit vorliegt, lässt sich bequem durch Farbtafeln feststellen. Wir benutzen die Ishiharatafeln.Der neunte Diamant des guten Sehens: Das Gesichtsfeld.
Unter Gesichtsfeld wird der Sehwinkel verstanden, unter dem unser Auge Gegenstände wahrnehmen kann, ohne das sich das Auge selbst bewegt. Wir testen das zentrale Gesichtsfeld des Auges, das eine Größe von 20 Grad hat. Obwohl dieser Bereich nur relativ klein ist, finden hier ca. 80% des Sehens statt. Dies unterstreicht die Wichtigkeit der Prüfung. Hierzu verwenden wir zwei unterschiedliche, voneinander unabhängige Verfahren. Das erste Verfahren beinhaltet die Messung des Gesichtsfeldes mit einem Zeiss/Humphrey FDT. Beim zweiten Verfahren wird unter Zuhilfenahme eines Amslergitters die zentrale Abbildungsgüte des Auges getestet.Der zehnte Diamant des guten Sehens: Das Kontrastsehen.
Das Kontrastsehen bestimmt die Leistung des Auges unter verschiedenen Kontrastbedingungen. Neben der zu ermittelnden zentralen Sehleistung eines Auges (Visus), gibt es auch eine Sehleistungsmessung unter verschiedenen Beleuchtungsstärken und Kontrasten. Hierbei unterscheidet das Auge zwischen 150 verschiedenen Grautönen. So können Trübungen der Augenlinse und/oder Hornhaut sowie verschmutzte, oder zerkratzte Kontaktlinsen die Kontrastsehleistung reduzieren. Damit verändert sich bei bestimmten Beleuchtungssituationen auch die Tagessehschärfe.